Suche

Die Welt, wie sie is(s)t - Sieben Sachen, die Sorge machen

Lebensmittel und Zahlen

Für viele Menschen ist Fleisch schlichtweg unerschwinglich. In den Pare Bergen in Tansania kommt ein kleines Stück Fleisch maximal am Sonntag und in vielen Familien nur an Feiertagen wie Weihnachten auf den Tisch. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Nahrungsmittel Eiweiß spenden. Zum Beispiel Amarant, dessen Wunderkörner hier von Hand von den Pflanzen abgestreift wird.

Wussten Sie

  • dass weltweit 868 Millionen Menschen Hunger leiden – das ist jeder achte Mensch! Und das obwohl rein rechnerisch 2700 Kalorien pro Tag für jeden Menschen zur Verfügung stehen und nur 2200 Kalorien pro Tag und Kopf jeden satt machen könnten?
  • dass Indien das Land mit den meisten Hungernden in der Welt ist und gleichzeitig zu den größten Getreideexporteuren (vor allem von Reis und Weizen) der Welt gehört? Ähnlich ist die Situation in Brasilien, einem großen Exporteur von Soja und anderen Feldfrüchten: Dort leiden knapp 25 Prozent der Bevölkerung an Hunger.
  • dass von den weltweit kommerziell genutzten Fischbeständen 52 % bis an ihre Grenze genutzt, 19 % überfischt und 8 % bereits erschöpft sind und so unter anderem die Bestände der großen Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch und Kabeljau innerhalb von 50 Jahren um bis zu 90 % dezimiert wurden?
  • dass einer der schlimmsten Auswüchse der Fischerei der Beifang ist: In riesigen Netzen verfangen sich auch andere Lebewesen, unter anderem Vögel, Schildkröten und sogar Haie oder Wale. So werden weltweit jedes Jahr bis zu 30 Millionen Tonnen Leben verschwendet?
  • dass weder Deutschland noch die EU genügend Eiweißfuttermittel für den eigenen Bedarf in der Fleischindustrie produzieren und deswegen Soja importiert wird? Etwa 50 % der weltweiten Sojaerträge landen nicht auf dem Teller, sondern im Trog. Der Wettlauf um fruchtbare Ackerflächen für den Futtermittelanbau führt in Lateinamerika zu Landkonflikten, Waldrodungen und Vertreibungen von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen?
  • dass die weltweit steigende Nachfrage nach Biosprit den Wettlauf um Land weiter angefacht hat? Als Energiepflanzen im Kraftstoffsektor dienen Zuckerrohr, Ölpalmen, Soja und Mais. Mit steigender Nutzung von Agrotreibstoffen nehmen Preisschwankungen bei Lebensmitteln in den Anbauländern zu und stellen ein großes Risiko für die Ernährungssicherheit dar.
  • dass die nach Afrika exportierten Geflügelreste von afrikanischen Zwischenhändlern für die Hälfte des Preises, den ein ortsansässiger Kleinbauer braucht, um überleben zu können, angeboten werden? Die deutschen Fleischexportbetriebe haben innerhalb eines Jahres ihren Export nach Afrika erneut mehr als verdoppelt: Waren es 2011 bereits über 20 Millionen Kilo Geflügelfleisch, wuchs die Zahl der Ausfuhren 2012 auf 42 Millionen Kilo.

Das darf doch nicht wahr sein!

Ist es aber - und deshalb gilt es zu überlegen: wo habe ICH Anteil an der einen oder anderen dieser Situationen? Kann ICH etwas ändern - im politischen und/oder privaten Bereich? Drucken Sie sich diese Seite aus und diskutieren mit Ihren Freund_innen darüber!