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Fairtrade-Reisbauer aus Indien (c) TransFair e.V. / Foto: C. Nusch
© TransFair e.V. / C. Nusch

Ökumenische Fastenaktion im Norden

7 Wochen mit Produkten aus Fairem Handel und der Region

Mit Lust anders leben. Neues ausprobieren. Konsumgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Die Fastenzeit für neue Wege und Ziele nutzen: Dazu wollte die Ökumenische Fastenaktion im Norden anregen. Und 7 Wochen mit hofft, dass die Impulse der Fastenzeit weiter wirken - über Ostern hinaus. 

So lädt 7 Wochen mit Sie weiter ein, sich Gedanken zu machen über Ihren alltäglichen Konsum. Besinnen Sie sich darauf, welchen Wert das tägliche Brot für Sie hat. Lassen Sie sich von dieser Fastenaktion dazu inspirieren, sich aus dem täglichen Trott heraus zu lösen und neue Wege zu beschreiten. Gestalten Sie Ihren Alltag bewusst im Sinne eines zukunftsfähigen Konsums. Das geht auch mit kleinen Schritten. Holen Sie sich hier Anregungen, um:

einen nachhaltigen Lebensstil auszuprobieren

mit viel Genuss zu fasten

fair und gesund einzukaufen

den Fairen Handel kennenzulernen

Menschen begegnen - Hoffnung schöpfen

Luft zu holen und zur Besinnung zu kommen

In den FASTENZEITEN 2013, 2014 und 2015 gab es vielfältige Aktionen im Rahmen der Nordkirche. Das können Sie nachlesen in unseren Nachrichten. Und sich ein Bild bzw. mehrere davon machen.

Zeit für einen Blick auf die Welternährungsfragen

AGRARINDUSTRIE- Vitamine aus der Tüte

Was wo angebaut und gegessen wird, bestimmt zunehmend die Agrarindustrie. Manche Firmen liefern Saatgut, Dünger oder Landmaschinen. Andere verarbeiten die Ernte oder erschließen im Süden neue Kundengruppen – zum Beispiel mit Hilfe von Peggy Sonti, die in der Township Ivory Park bei Johannesburg mit Vitaminen angereichertes Maismehl vertreibt. Nutzen und Schaden der Ernährungsindustrie sind heiß umstritten. Mehr dazu lesen Sie in Welt-Sichten!

 

Und ein Blick in deutsche Bauernhöfe

Der Bauer und das liebe Vieh - ein Buchtipp

Tierhaltung und besonders die Nutztierhaltung in der Landwirtschaft gerät immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Gerne wird dabei industrielle Massentierhaltung gegen die vermeintlich kleinbäuerliche Idylle mit glücklichen Tieren ausgespielt. Doch wie sieht die Realität auf deutschen Höfen wirklich aus? Wie leben und arbeiten Menschen heute mit Tieren in der Landwirtschaft? In 19 Beiträgen schreiben Bäuerinnen und Bauern aus verschiedensten Zweigen von ihren Erfahrungen, den Entwicklungen und ihren Eindrücken und beschreiben so ihr Verhältnis zu ihren Tieren. Das Buch von Ulrike Siegel erschien im Landwirtschaftsverlag und kann im Buchhandel gekauft werden.

 

Bio-Boom hilft Kleinbauern

Indische Kleinbauern: Grün ist Leben

In den großen Städten Indiens steigt die Nachfrage nach Bio-Produkten. Für viele Kleinbauern-Familien in ländlichen Regionen ist das eine große Chance. Die Organisation ICRA unterstützt sie bei der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft und wirkt so der Landflucht entgegen.

Befreiung aus wirtschaftlicher Abhängigkeit

600 Kleinbauern in Indien stellen mit Unterstützung von Brot für die Welt und der Partnerorganisation ICRA auf ökologische Landwirtschaft um. Das befreit sie aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den großen Agrarkonzernen und sorgt dafür, dass sie von ihren Ernten leben können.

Leere Versprechungen großer Konzerne Goneppa Kunder erinnert sich mit Schaudern an die Jahre, als er seine Felder konventionell bewirtschaftete. Das empfindliche Hybridsaatgut, der Kunstdünger und die vielen Kilos Insekten-Schutzmittel waren so teuer, dass er Schulden machen musste. Als dann der Regen ausblieb und die Pflanzen auf seinen Feldern verdorrten, war Goneppa Kunder ruiniert. Ruiniert wie so viele Kleinbauern im Distrikt Bellary. Sie alle hatten auf die Versprechungen der großen Agrarkonzerne vertraut: Kauft unser Saatgut und ihr werdet nie mehr hungern müssen.

Gute Ernten trotz Trockenheit Goneppas Rettung war die ICRA, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt. Mit deren Unterstützung stellte er auf ökologische Landwirtschaft um. Obwohl in der Region Trockenheit herrscht, gedeiht die Hirse auf Goneppa Kunders Feld prächtig – der Kleinbauer sieht Grün, wohin er auch blickt. „Beim ökologischen Landbau hält der Boden die Feuchtigkeit länger“, erklärt er, während er selbstgemachten Dünger auf dem Feld verteilt. „Die Humusschicht speichert Wasser wie ein Schwamm. Überschüssiges Wasser leitet sie in tiefere Schichten und stabilisiert den Grundwasserspiegel. Der wiederum sorgt dafür, dass meine Pflanzen auch längere Trockenzeiten überstehen. Auch wenn der Regen ausbleibt, können wir genug ernten.“

Bio-Anbau gegen Landflucht „Ökologische Landwirtschaft liegt im Trend“, meint ICRA-Leiter Peethambaran Babu. Und nicht nur das: Die Bauern merken, wie sehr ihre Felder und damit die ganze Umwelt von der Umstellung auf die neuen Anbaumethoden profitieren. Seitdem Hunderte Kleinbauernfamilien im Distrikt Bellary unabhängig von den großen Agrarunternehmen geworden sind und vom Ertrag ihrer Felder leben können, wandern auch immer weniger Familien in die Stadt ab. „Ist die Ernährung gesichert, hört auch die Landflucht auf“, weiß Babu.

Quelle mit Bildergalerie: Brot für die Welt

Nachrichten

6. Wir haben es satt!-Demonstration

23 000 Menschen demonstrieren für bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

01.02.2016 | Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und angeführt von 130 Traktoren – so viele wie nie zuvor – haben am 16. Januar 2016 23 000 LandwirtInnen und VerbraucherInnen gemeinsam in Berlin für eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und...